Erntezeit 2018| Zucchini
- Vöcklabalkon
- 24. Aug. 2018
- 2 Min. Lesezeit

Die Zucchini ist ein sehr dankbares Gewächs. Einmal in gute, mit Kompost versorgte Gartenerde gesetzt und mit etwas Glück vor den Schnecken und den letzten Maifrösten gerettet, versorgt sie die Familie über den gesamten Sommer mit ihren Früchten. Manchmal mehr, als einem lieb ist.
Normalerweise ziehen wir unsere Zucchinipflänzchen selbst aus Samen. Da absehbar war, dass die Kombination aus wurrligem Kleinstkind, Neugeborenen und Saatschalen auf wackeligen Tischchen und Hockern keine gute Idee ist, haben wir dieses Jahr fertig gezogene Pflanzen gekauft. Unsere Lieblingssorten, Gold Rush und Alberello, stehen zum Glück beim namhaften Gartenhändler bereit zum Auspflanzen zur Verfügung.
Um die Versorgung mit Zucchini zu garantieren, setzen wir für 2 1/2 Erwachsene (die Schwiegermutter isst wie ein Vogerl...meistens nur die Beeren aus dem Garten und zählt daher nur halb) und 1 Kleinstkind 3 Pflanzen. Drei Stück, falls doch eine Staude ausfällt, was aber noch nie der Fall war. Daher fällt die Ernte immer viel zu groß aus.
Gesetzt werden sie im Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Haben sich die Pflänzchen erst einmal etabliert, trotzen sie jedem Unkraut. Nicht einmal die Legionen an Nacktschnecken, welchen den Garten terrorisieren, können ihr überbordendes Wachstum stoppen. Das macht sie für uns besonders attraktiv.
Zucchini zählen zu den Starkzehrern. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt und zusätzliche Kompostgaben sind bei diesen Pflanzen immer eine gute Idee. Ab Anfang August kämpfen unsere Stauden jedes Jahr mit dem echten Mehltau. Spritzungen mit Schachtelhalmjauche sollen präventiv, Spritzungen mit 1:10 mit Wasser verdünnter Vollmilch sollen bei aktuellem Befall lindernd wirken. Beides haben wir bisher unterlassen. Die Ernte geht unbeirrt weiter, im Herbst werden die ausgezehrten Überreste verbrannt, um den Mehltauerreger nicht unnötig zu verbreiten.

Wichtig ist nur, dass die wachsenden Früchte mit der Spitze nicht im nassen Erdreich stecken, da sie sonst zu faulen beginnen. Erntet man die kleinen Früchte laufend, bilden sich viele Zucchini nach. Belässt man eine Frucht auf der Staude, erhält man weniger, dafür große Zucchini.
Die Einsatzmöglichkeiten für die relativ neutral schmeckende Frucht sind breit. Von Zucchinikuchen (mit und ohne Schokolade), über Zucchinichutney, gebraten, gefüllt, gegrillt oder als Babybrei, findet man in der Küche immer ein Plätzchen, um noch etwas von der Zucchinischwemme unterzubringen. Auch die Blüten sind essbar und werden traditionell italienisch gefüllt und gebacken.
Geschmacklich nicht hervorstechend, dafür optisch umso interessanter, ist die Sorte "Tondo chiaro di Nizza". Zwar nicht in diesem Jahr, aber duchaus schon von uns erprobt, macht sich diese runde Variation gefüllt immer gut am Tisch.
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